Mongolisches Nomadenleben und der Anbau einer 5-jährigen Pflanze: Saposhnikovia = Ledebouriella = Fang Feng

SaposhnikoviaIn diesem Bild sehen Sie die Pflanzen welche im 2003 gesät wurden und wunderbar gediehen - bis der verantwortliche Dorfbewohner 'Bayaraa' in einer Nacht- und Nebelaktion umzog, weil er neue Felder zugeteilt bekam. Klaglos, denn die Mongolen sind und bleiben Nomaden. Den ‚Nachfolger' aber scheint die Gartenpflege weniger zu interessieren; er lagert getrocknete Kuhfladen in den Sapo-Beeten und lässt die Kühe im Kartoffelacker wühlen...

Die Pflanzen mussten also dem ersten Zügelerlebnis ausgesetzt werden, was wohl nicht gerade den Bedürfnissen einer 5-jährigen Pflanze entspricht. Nichtsdestotrotz, gehegt und gepflegt werden sie liebevoll von den immer gleichen fünf mongolischen Familien.

Das neue Domizil des Projekts und von Bayaraa sei jetzt definitiv, versichern die Gemeindebehörden. Aber einmal mehr musste sich Helene Menk - die Schweizer Initiantin - auf die Hinterbeine stellen und ziemlich einheizen. Ohne ihren atemberaubenden Einsatz, wären alle Pflanzen längst vertrocknet, die Felder verödet und die notdürftige Infrastruktur vom Winde verweht...

WindschattenEinen weiteren, neuen Anbauversuch - mit Kompost bis knapp unter die Oberfläche gefüllte Rillen - erkennen Sie auf der nächsten Aufnahme. Es ermöglicht den Sapo-Wurzeln leicht vertieft und relativ windgeschützt wachsen zu können. Dies aus der Überlegung, dass Fang Feng auch ‚im Windschatten' heissen könnte...

Das selbst-konstruierte Treibhaus sehen Sie hier, zusammen mit den Mitarbeitern in Khentii, der neuen Heimat eines weitern Versuchs-projekts.

Das Bewässerungssystem sehen Sie auf dem nächsten Bild, es ist mittlerweile zwei Jahre alt und von Zeit und Überbeanspruchung gezeichnet.

BewässerungOhne Zweifel sind die ersten Anbauversuche in der Ostmongolei noch nicht von totalem Erfolg gekrönt. Soll Saposhnikovia ausgesät oder durch Stecklinge vermehrt werden? Direktsaat in die Steppe oder auf Umbruch? Wie können die Regeln von BIO-Suisse bezüglich Unkraut- und Parasitenbekämpfung eingehalten werden? Wieviel und welches Rohmaterial soll kompostiert werden, welches darf von den Bewohnern der Steppe als Brennstoff gebraucht werden? Wie kann und wie viel soll bewässert werden? Wie, wo und unter welchen Bedingungen werden die geernteten Wurzeln weiter verarbeitet?

Der Ertrag der an die Complemedis verkauften Wurzeln kommt direkt den Dorfbewohnern von Yalalt zu. Sie entscheiden, wie viel davon als Lohn ausbezahlt wird und wie viel re-investiert wird.

Zur Hauptsache wird dieses Projekt von der Karl Popper Stiftung unterstützt.

Für weitere Informationen oder Spenden (z.B. von Gartenwerkzeugen) kontaktieren Sie bitte Helene Menk, dipl. Ing. agr. ETH, Burgstieg 3, CH-8260 Stein am Rhein, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder p/a Eastern Steppe Biodiversity Project, Yalalt Bag, Khalkh Gol, Dornod, Mongolia.

Complemedis AG, Leinfeldstrasse 59, CH-4632 Trimbach, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!