E Jiao
E Jiao

Nun endlich ist es soweit, dass E Jiao (Gelatina Corii Asini) für die Magistralrezeptur zur Verfügung steht und darüber freuen wir uns natürlich sehr, denn nur allzu oft hörten wir von Verschreibern, dass sie dieses Produkt so sehr vermissten.

Neu verfügen wir jetzt auch über vollständig geprüfte Eselshautgelatine als Rohdroge.
Bestellbar ist dieser Artikel unter der Nummer D0690, CHF 42.20 pro 100 Gramm.
Granulat Artikel 6670, CHF 64.50 pro 100 Gramm.

Funktion von E Jiao

E Jiao muss wohl nicht besonders vorgestellt werden. Alle Therapeuten wissen, dass es das Blut (Xue) (der Leber) und das Yin (der Lunge) tonisiert und nährt, das Jing (kidney essence) ergänzt, Blutungen stoppt und dass es damit eine Menge Indikationen sowohl im TCM-Sinn als auch in dem der westlichen Schulmedizin hat.

Eisenmangelsymptome

Es können eines oder mehrere der folgenden Symptome vorhanden sein:

Eisenmangel
Eisenmangel
  • Schwindel
  • bleicher Teint
  • Herzklopfen, Herzrasen
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Unruhe
  • Probleme mit der Orthostase
  • chronische oder chronisch rezidivierende Kopfschmerzen
  • Mensstörungen verschiedenster Art

Schulmedizinisch gesehen liegt diesen oft eine Anämie oder ein leerer Eisenspeicher zugrunde.

Therapie des Eisenmangels in der Schulmedizin

Leere Eisenspeicher mit und ohne Anämie und deren Behandlung scheint DER Hype in der modernen Praxis und in den Ambulatorien von Spitälern zu sein. Millionen Frauen lassen sich seit einiger Zeit trendy Eiseninfusionen verabreichen.
Man hat gemerkt, dass es Zustände von Eisenmangel gibt, die ein kaum erniedrigtes Hämoglobin aufweisen, aber bei denen der Eisenspeicher gleichwohl praktisch leer ist, erkennbar an einem tiefen Ferritinspiegel.

Interessanterweise berichten Leute mit diesen Befunden (und ohne tiefes Hämoglobin) über die oben aufgelisteten klinischen Symptome und darüber, dass diese verschwanden, wenn sie Eisen als Infusion erhielten. Nachhaltig ist diese Art Therapie aber nicht. Nach einiger Zeit ist die nächste Infusion fällig.
Ebenfalls interessant ist die Beobachtung, dass bei vielen mit leeren Eisenspeichern die perorale Eisengabe nicht gerade einen gewaltigen Effekt auf den Eisenspeicher zu haben scheint und auch die geklagten Symptome nicht verschwinden. Das jedenfalls habe ich in meiner Praxis sehr häufig gemessen und ich meine, die Compliance der Leute war gut und sie nahmen eine Packung von 100 Tabletten eines Eisenpräparates über die Zeit von drei Monaten wirklich ein. Eisen wird also peroral nicht eben gut aufgenommen.

TCM-Therapie des Eisenmangels

Einige TCM-Therapeuten sind der Ansicht, dass sich mit Kräutern bei den oben zur Diskussion stehenden Formen von Eisenmangel bzw. den beschriebenen Symptomen mit einer TCM-Kräutertherapie ein Erfolg nicht in wünschbarer Zeit einstellt.

Viele hingegen sind der Ansicht, dass genau diese Therapie nachhaltig wirkt, nämlich insbesondere dann, wenn die ‚Kräutertherapie’ durch E Jiao ergänzt wird.

Und genau das möchten wir nun gerne wissen. Netterweise fand sich Frau Prof. Hongwei Liu aus Zürich, eine bestausgewiesene TCM-Spezialistin, die seit vielen Jahren in der Schweiz praktiziert und schon viele Menschen, insbesondere Frauen mit den oben genannten Symptomen behandelt hat, bereit, uns eine Formel zur Verfügung zu stellen, die die Bedingungen erfüllt, in diesem Fall die subjektiven Symptome zu bessern und die objektiven (Anämie, Ferritinspiegel) in die Norm zurück zu führen.

Die Magistralrezeptur nach Prof. Liu enthält folgende Mittel:

  • Ren Shen (Radix Ginseng) 15
  • Huang Qi (Radix Astragali) 24
  • E Jiao (Gelatina Asini) 30
  • Shu Di Huang (Radix Rehmannia) 16
  • He Shou Wu (Radix Polygoni multiflori) 22
  • Gou Qi Zi (Fructus Lycii) 15
  • Da Zao (Fructus Jujubae) 12
  • Dang Gui (Radix Angelicae sinensis) 12
  • Shen Qu (Massa medica fermentata) 12

(Mengenangaben bezogen auf Rohdrogen)

Die Absicht im TCM-Sinn ist klar: Es soll Blut (Xue) und Qi ergänzt werden, denn die Symptome weisen klar auf einen Mangel an beidem hin.

Eine Studie mit der Magistralrezeptur nach Prof. Liu

Es besteht nun die Idee, die Probe aufs Exempel zu machen und Patienten, bzw. Patientinnen zu suchen, die diese Formel über eine gewisse Zeit (3-6 Monate, 3xtgl 1-3g als Granulate) einnehmen.
Hämoglobin und ein Eisenstatus inkl. Ferritinspiegel sollten zu Beginn der Behandlung und nach 1,3,6,9,12 Monaten gemacht werden und es soll jeweils nach dem subjektiven Befinden gefragt werden. Vergleichend könnte man eine Gruppe Frauen nehmen, die den schulmedizinischen Weg gehen und sich Eisen infundieren lassen.

Es werden jetzt Praktizierende der TCM gesucht, die bereit sind, an diesem Trial teilzunehmen und eine oder sogar mehrere Patientinnen dazu ermuntern, an der Studie teilzunehmen. Das genaue Studiendesign muss noch exakt ausgearbeitet werden.
Interessierte können sich bei Complemedis melden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Qualitätsaspekte für E Jiao

Gelatine
Gelatine

Je näher verwandt ein Tier mit dem Menschen ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass Erreger sich in beiden Arten einzunisten wissen und da es zahlreiche Menschen gibt, die die Verwandtschaft zwischen Esel und Mensch exakt zu kennen glauben, indem sie Vertreter der letzteren Art als solche der ersteren bezeichnen, müssen  wir besonders vorsichtig sein, wenn wir ein Produkt verwenden wollen, das aus dem Esel gewonnen wird.

Seit den Zeiten von BSE (Bovine Spongiforme Encepahlopathie) ist man vorsichtig geworden und skeptisch gegenüber Herstellern von E Jiao (Gelatina corii asini = Asini corii colla) = ausgekochter, gelatinierter Eselshaut. Skepsis ist tatsächlich angebracht, denn man hört allenthalben, dass gewisse Hersteller Gelatinen anderer Herkunft verwenden, etwa solche, die aus Schweinen gewonnen wird. Gelatine ist sozusagen ein Abfallprodukt aus den Metzgereien. Man kann etwa Knochen aussieden und erhält Gelatine. Warum sollte man sich also die Mühe machen, Eselshaut dafür zu verwenden. Ob es dann Schweineknochen sind oder andere, nämlich solche aus Kühen und Rindern, ist demjenigen, der nur auf Gewinn schaut, egal. Im Gegenteil: die Ausbeute aus Schwein und Rind dürfte gross und in der Herstellung billig sein. Und wer ist schon in der Lage, das zu überprüfen. Bovine spongiforme Encephalopathie bedeutet, dass das Gehirn so porös wie ein Schwamm wird. Daran kommt man natürlich zu Tode, schön langsam. Ziemlich brutal, nicht zuletzt für die Angehörigen, die mitleiden. BSE ist eine Form der TSE, der transmissiblen spongiformen Encephalopathien, also einer Gruppe von übertragbaren Schwammgehirnkrankheiten. Näheres kann man in Wikipedia lesen, insbesondere interessant ist dort vor allem das Diskussionsforum, wo Meinungen und ältere und neuere Erkenntnisse publiziert sind.

E Jiao
E Jiao

Gelatine ist Gelatine, woraus diese gemacht ist, spielt keine Rolle, sagte uns der grösste Gelatinehersteller in der westlichen Hemisphäre. Was Gelatine ist, kann man im Internet recherchieren: tierisches Eiweiss, denaturiertes, hydrolysiertes Kollagen mit der interessanten Eigenschaft, dass es sich bei Wärmezufuhr verflüssigt, bei Abkühlung wieder geliert und dieser Prozess beliebig wiederholbar ist, gewonnen aus Bindegewebe von Schwein oder Rind etc. So weit so gut. Doch was wir in der TCM im Gebrauch haben, ist eben nicht die reine Gelatine, wie sie industriell hergestellt wird, und die einen derart hohen Reinheitsgrad aufweist, dass kaum mehr unterscheidbar ist, von welcher Quelle sie stammt, sondern ein Produkt, das noch Beimengungen von andern Geweben hat und deren Produktionsprozess traditionell und kompliziert ist. Tatsächlich dürfte auch die von westlichen Herstellern gelieferte reine Gelatine noch Unterschiede aufweisen, wenn sie analysiert wird und je nachdem von Schweinen oder Rindern stammt. Das Auftragslabor von Complemedis, die Firma Phytax GmbH (www.phytax.ch) hat Verfahren evaluiert, die es erlauben, die feinen Unterschiede, die sich aus der Herkunft der Gelatine als Bestandteil von Rind, Schwein, Geflügel etc. ergeben, im Analyseverfahren zu entdecken.

Gelatine geriet zu Zeiten von BSE in Verruf und man brauchte vielerorts solche pflanzlicher Herkunft. Gelatinen im klassischen Sinn mit den oben genannten Eigenschaften (fest – flüssig – fest – flüssig - ….) sind das aber nicht.

Bezüglich BSE genügte es uns auch nicht, vom Hersteller die Garantie zu erhalten, dass sein Produkt aus Eselshaut gemacht ist, sondern wir mussten überdies in Erfahrung bringen, ob keine Fremdkontamination stattfinden konnte, etwa dann, wenn Esel und Rinder im gleichen Gebäude oder mit den gleichen Werkzeugen behandelt wurden.
Erst nachdem alle Zweifel diesbezüglich ausgeräumt waren, konnten wir den nächsten Schritt der Evaluation tun: Nun ging es darum zu schauen, wie der Produktionsprozess stattfindet. Bereits vor 10 Jahren hatten wir E Jiao-Produkte analysiert, damals vorerst auf  Fremdstoffe, also in diesem Fall auf Schwermetalle und es war aufgefallen, dass viele Produkte zu hohe Werte zeigten. Es scheint, dass dies mit der Produktionsmethode zusammenhing. Offenbar war die Ausbeute an Gelatine höher und der Prozess leichter, schneller, billiger, wenn ein Produktionsweg beschritten wurde, der zu höheren Schwermetallwerten im Endprodukt führte.
Unser jetziges Produkt ist natürlich auch in dieser Hinsicht getestet.