Schweinegrippe
Schweinegrippe

Die Schweinegrippe kommt! Nein – sie ist bereits da! Nein, sie ist schon wieder weg. Oder doch noch nicht? Kommt sie noch einmal oder kommt sie immer wieder? Gefährlich ist sie nicht. War sie bisher nicht. Wird sie es je sein?

Verteufelt wird sie nur, weil sie uns Gewohnheitstiere aus unserem alltäglichen Trott bringt. Sie bedroht unsere täglichen/wöchentlichen Gewohnheiten. Schlimmstenfalls legt sie zeitweise derart grosse Anteile der Bevölkerung flach, dass wir auf einige unserer gewohnten Aktivitäten verzichten müssen: Züge fahren nicht, weil die Lokführer darniederliegen, also erreicht man den Arbeitsplatz nicht. Das ist vielleicht weiter nicht so schlimm, denken vor allem wohl die Arbeitnehmenden. Aber leider ist es dann auch nix mit Disco, Kino, Konzert, Fussball, Restaurant und natürlich leidet die Wirtschaft. Wohl wegen letzterer entsteht das grosse Geschrei und es wird uns vorgerechnet, was das alles kostet bzw. wo eben der Rubel nicht mehr rollt und es wird versucht, schnellstmöglich einen Impfstoff auf den Markt zu werfen. Es gibt also auch Profiteure in diesem Spiel. Nebst den Impfstoffherstellern die Tamifluproduzenten, die Mundschutzproduzenten und die Hauslieferdienste, die den Kranken die Einkäufe vor die Haustür stellen werden und noch ein paar weitere.

Die Schweinegrippe ist bisher weniger aggressiv als die normale Grippe, die uns alljährlich heimsucht. Prozentual sterben an der Schweinegrippe weniger Menschen als an der normalen Grippe. In absoluten Zahlen könnten es dann doch nicht ganz wenige sein, wenn die ganze Nation darniederliegt. Es gibt Risikogruppen: ganz junge Menschen und solche, die aus irgendwelchen Gründen eine Immunschwäche haben.
Kann man sich gegen die Schweinegrippe wappnen oder sie behandeln?

Helfen Naturheilmittel? Hilft die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

Die Natur kennt viele Pflanzen, die gegen Viren wirksam sind, die Natur ist sogar voll davon und man kann kaum einen Schritt im Freien tun ohne dass man nicht über ein antiviral wirksames Kraut stolpert. Umso anmassender ist es, wenn Schulmediziner sagen, Mittel aus der Natur würden gegen die Schweinegrippe nichts helfen. Gerade Tamiflu nämlich wird aus einem Mittel der TCM gewonnen, nämlich aus Sternanis. Hat bei der tausendfachen Nennung von Tamiflu in der Presse seit dem Ausbruch der Schweine- und der Vogelgrippe und SARS jemals eine Erwähnung stattgefunden, dass dessen Ausgangsstoff ein seit tausenden von Jahren in der TCM angewandtes Mittel ist? Hat der Hersteller Roche es erwähnt?

Beispiele weiterer antviral wirksamer Kräuter sind: Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salbei, Ingwer. Beeren und Keimlinge wirken ebenfalls antiviral.

TCM behandelt meistens oder häufig sog. ‚patterns’, also Muster oder Symptomenkomplexe. Da sich die Schweinegrippe mit ähnlichen Symptomen wie jede andere Grippe zeigt, kann sie gemäss diesen Mustern oder Syndromen behandelt werden. So einfach ist das. Die Kunst besteht lediglich darin, die feinen Schattierungen dieser Syndrome sauber zu differenzieren. Eine Grippe läuft bei jedem Menschen etwas anders ab. Der eine reagiert mit starken Kopfschmerzen oder hohem Fieber, der andere klagt eher über Husten und Halsschmerzen. Der eine friert wie ein Schlosshund und der andere schwitzt wie ein Schw… Dem einen bleibt der Appetit auf Essen erhalten und dem andern wird übel, wenn er nur schon daran denkt.

Hygiene Regel – Hände gut waschen
Hygiene Regel – Hände gut waschen

Gemäss TCM ist das Grippevirus ein pathologisches Agens von aussen, welches auf Individuen von unterschiedlicher Konstitution trifft und deshalb bei diesen zu unterschiedlichen Symptomen führt. Dementsprechend differenziert muss sich in der Regel die Therapie gestalten. Nun gibt es natürlich wie überall in der Medizin Situationen, die häufig anzutreffen sind, nebst solchen, die eher seltener vorkommen. Wenn wir uns die häufigsten Situationen ausmalen, so kommen wir zu einer Liste von möglichen Therapeutika, welche jeder Situation entsprechen. Gewisse Rezepturen sind sich ähnlich, weil sie die gleiche therapeutische Stossrichtung haben, etwa dann, wenn es darum geht, ein Muster von in den Körper eingedrungenem Wind und Kälte auszutreiben. Der Mechanismus des Eindringens von pathogenen Agenzien von aussen ist in der mehr als 2000-jährigen Geschichte der TCM nicht viel anders als in der modernen westlichen Schulmedizin, die das auch so sieht, wenn sie von Tröpfcheninfektionen spricht und auch wenn sie dazu rät, Hygieneregeln zu befolgen, die Hände gut zu waschen u.ä.

Im Folgenden seien Rezepturen genannt, die für die Vielzahl der möglichen Zustände Sinn machen könnten. Es bleibt den behandelnden Personen überlassen, sich aus der Liste das herauszugreifen, was ihnen am geeignetsten erscheint oder womit schon gute Erfahrungen gemacht wurden.

Es handelt sich um eine kleine Auswahl von Formeln. Man findet Dutzende von weiteren Formeln in der Literatur und fast jedes Spital in China, das etwas auf sich hält und jede TCM-Koryphäe in Ost und West hat eine eigene Formel kreiert. Die meisten davon dürften wirksam sein, auch wenn deren Zusammensetzung oft sehr unterschiedlich sind. Wir wissen ja, dass viele verschiedene Mittel der TCM eine einzelne Krankheit erfolgreich behandeln können und dass ein einzelnes Mittel eine Vielzahl von Krankheiten zu behandeln vermag.

Jede Behandlung hängt mit der Erfahrung der Therapeuten zusammen und deshalb soll man sich nicht anmassen, die eine oder andere Formel in den Vordergrund stellen zu wollen. Das Ziel kann auf manche Art und Weise erreicht werden. Die Strategien sind aber allesamt im Rahmen der der Klinik zugrundelieghenden TCM-Theorie erklär- und nachvollziehbar.

Schweinegrippe als Wind-Hitze-Muster

TCM lehrt seit 2000 Jahren, wie man sich bei Erkältungen und Grippe verhalten soll. Das Shang Han Lun behandelt genau diese Krankheiten und ist einer der frühesten Klassiker der TCM. Übersetzt heisst ja Shang Han Lun das Buch, das Kältekrankheiten behandelt. Darin wird gesagt, dass der Körper durch ein äusseres Agens, ein Pathogen angegriffen wird und dass dieses den Charakter von Kälte hat und als kalter Wind in den Körper eindringt.

Bei dieser Wind-Kälte handelt es sich um ein aetiologisches Phänomen, welches den Mechanismus des Eindringens eines Pathogens von aussen erklärt, der zur Erkrankung des Individuums führt.
Nun haben wir es aber bei der Schweinegrippe nicht mit reinen Wind-Kälte-Symptomen zu tun, sondern es zeigen sich wegen der individuellen Konstitution des Patienten und andern Umständen schnell einmal Hitze-Symptome.

Dazu gehören: Beträchtliche Halsschmerzen, Schluckweh, Fieber, Husten trocken oder mit Auswurf, verstopfte oder trockene Nase, eventuell Nasensekret (gelb).

TCM ist der Ansicht, dass eine Grippe schneller und komplikationsloser ausheilt, wenn sie adäquat behandelt wird. Dies steht im Gegensatz zur Ansicht der westlichen Schulmedizin, die sagt, eine unbehandelte Grippe daure 7 Tage und eine behandelte 1 Woche.

Magistralrezeptur nach Dr. med. Pedro Walter

Schweinegrippe
Schweinegrippe

Tamiflu

Bekanntlich wird Tamiflu aus Sternanis gewonnen. Clevere TCM-Leute haben sich deshalb überlegt, ob es Sinn machen könnte, Sternanis, also Fructus Anisi stellati (Ba Jiao Hui Xiang), das ja auch in der chinesischen Pharmakopöe und in der chinesischen Materia medica beschrieben ist, in einer chinesischen Rezeptur als Prophylaxe oder Therapie gegen Schweinegrippe anzuwenden.

Tamiflu gibt es schon viele Jahre auf dem Markt. Es wurde mal als gegen verschiedene Viren wirkend angepriesen, doch das Mittel hielt nicht, was es versprach und verschwand während einer gewissen Zeit in der Versenkung. Dann kam die Vogelgrippe und Tamiflu verhalf seiner Patentinhaberin zu Milliardengewinnen. Dann kamen Meldungen zu Nebenwirkungen und Therapieversagen in die Presse und das Interesse liess wieder deutlich nach. Nun kam es in Zusammenhang mit der Schweinegrippe zu einem neuerlichen Hype für dieses Produkt, ohne dass man die Gewissheit hat, dass es nun entschieden besser und schon gar nicht nebenwirkungsfreier wirken würde als gegen die Vogelgrippe.

Fachleute in Sachen TCM hätten wohl voraussagen können, dass Tamiflu nicht recht funktionieren würde, denn in der TCM arbeitet man so, indem man ein harmonisch abgerundetes Rezept erstellt, in welchem sich die guten Wirkungen einer Medizinalpflanze durch andere Pflanzen verstärken und die schlechten Wirkungen (Resistenzbildungstendenz, Nebenwirkungen) durch wieder andere Mittel beschränken oder vermeiden lassen.

Die Magistralrezeptur nach Dr. med. Pedro Walter ist eine Formel von mehreren Bestandteilen, die aufgrund der klassischen Lehre der TCM erstellt wurde. Und sie wurde getestet gemäss den Kriterien der Nogier-Puls-Testung und es erwies sich, dass es ein Mittel ist, das eine starke Wirkung auf die sog. ‚Mitte’ hat und dort insbesondere für Prozesse, die für die Immunkompetenz wichtig sind. Im Gesamtbild wird die Formel folgendermassen qualifiziert: Wärmt, bzw. stärkt Leber- und Nieren-Yin und Milz, reguliert Qi, zerstreut und leitet exogene pathogene Faktoren aus, welche zu einem Wind-Hitze-Muster geführt haben, drainiert Feuchtigkeit und Schleim.

Bisherige klinische Beobachtungen zeigten bereits ermutigende Resultate.
Dosierung: 3x4 Tabletten à 500mg von Magistralrezeptur nach Dr. med. Pedro Walter

Klassische TCM-Rezepte für milde Formen von Wind-Hitze

Die klassischen Formeln für die milden Fälle dieser Kategorie sind die zwei folgenden Rezepturen:

  1. Sang Ju Yin (Morus & Chrysanthemum Combination)
  2. Yin Qiao San (Lonicera & Forsythia Combination)

Yin Qiao San ist vor allem bei Halsschmerzen und Schluckweh gut, Sang Ju Yin dann, wenn auch noch der Husten dazukommt.

Nicht selten ergänzt man Yin Qiao San mit dem Einzelmittel Fructificatio Lasiosphaerae.

Ilex 15

Subhuti Dharmananda, zweifellos einer der originellsten und wohl auch medizinisch erfolgreichsten TCM-Therapeuten in der westlichen Welt. Seine Formel Ilex 15 ist sicher in dieser Situation auch angebracht:

  • Mao Dong Qing (Radix Ilicis pubescentis) 14%
  • Jin Yin Hua (Flos Lonicerae) 9%
  • Lian Qiao (Fructus Forsythiae) 7%
  • Ban Lan Gen (Radix Isatidis) 7%
  • Bo He (Herba Menthae) 7%
  • Ju Hua (Flos Chrysanthemi) 7%
  • Zhu Sha Gen (Radix Ardisiae) 7&
  • Jie Geng (Radix Platycodi) 7%
  • Lu Gen (Rhizoma Phragmitis) 6%
  • Jing Jie (Herba Schizonepetae) 6%
  • Fang Feng (Radix Saposhnikoviae) 5%
  • Qiang Huo (Rhizoma Notopterygii) 5%
  • Gan Jiang (Rhizoma Zingiberis) 5%
  • Wu Zhu Yu (Fructus Evodiae) 4%
  • Gan Cao (Radix Glyzyrrhizae) 4%

Hauptbestandteil dieser Formel ist Mao Dong Qing. Diese Pflanze wurde in älteren Texten aus China nicht beschrieben, doch in den letzten Jahrzehnten gewann sie an Beliebtheit und man findet sie nebst andern Ilexarten (Gang Mei Gen = Radix Ilicis asprellae und Jiu Bi Ying = Cortex Ilicis rotundae) in Formeln, die das Symptom Husten behandeln. Ilex aquifolium (= Stechpalme), unser europäischer Vertreter der Ilexarten ist ebenfalls als Hustensirup bekannt.

Mao Dong Qing hat die Eigenschaften bitter, adstringierend, scharf, kühl und sie bedient die Funktionskreise Milz und Herz. Sie klärt Hitze, löst Toxine aus, stopt Husten und stärkt das Xue (Blut).

Symptome der Schweinegrippe

Symptome der Schweinegrippe
Symptome der Schweinegrippe

Gemäss der Ausgabe 34 (19.8.2009) des Schweizerischen Medizinforums macht die Schweinegrippe in der Schweiz die folgenden Symptome:

  • Fieber: in 84% der Fälle
  • Husten (trocken oder mit Auswurf): 71%
  • Halsschmerzen: 32%
  • Schnupfen: 36%
  • Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen: 47%
  • Durchfall: 5%
  • Dabei wurden 109 bestätigte Fälle ausgewertet, was eine relativ kleine Zahl ist. Die Zahlen verschieben sich vielleicht noch nach Auswertung von mehr Fällen.
  • In den USA wurde eine grössere Zahl ausgewertet. Dort zeigten sich die folgenden Symptome mit etwas andern Prozentzahlen:
  • Erbrechen: 25%
  • Durchfall: 25%

Dies passt gemäss TCM für ein Wind-Hitze-Syndrom, das wir mit Sommergrippe bezeichnen und wofür es eine klassische und gut wirksame Formel gibt:
Huo Xiang Zheng Qi Wan (Agastache Combination)

Schwererer Verlauf der Schweinegrippe als Wind-Hitze-Muster

Wenn die Intensität der Wind-Hitze-Symptome grösser ist als oben beschrieben, kommen weitere Formeln zum Zuge. Die Besserung der oben erwähnten Symptome sollte unter Sang Ju Yin oder Yin Qiao San innert 18 Stunden eintreten. Wenn das nicht der Fall ist, wechselt man also zu andern Mitteln. Manche Lehrbücher schaffen dazu eine Unterkategorie, die man mit dem Titel ‚Schwere Grippe’ bezeichnen könnte. In dieser werden eine ganze Reihe Formeln aufgeführt:

Pu Ji Xiao Du Yin (Scute & Cimicifuga Combination)

Sie klärt Hitze, löst Toxine, treibt pathogenen Wind aus, kühlt das Xue (Blut), befeuchtet die Kehle.

Zum Beispiel bei schwerer Grippe mit Schluckbeschwerden, sogar Angina, Kopf- und Nackenschmerzen, Durst, geschwollenen Lymphknoten.

Gan Mao Ling

Unter diesem Namen figurieren mehrere moderne ‚patent’-Medikamente. Übersetzt heisst Gan Mao Ling ‚Effizientes Mittel gegen Erkältungen’.

Die gängigste Formel enthält folgende Mittel:

  • Gang Mei Gen (Radix Ilicis asprellae)
  • San Cha Ku (Radix Evodiae leptae)
  • Ye Ju Hua (Flos Chrysanthemi indici)
  • Huang Jing Cao (Herba et Radix Viticis negundinis)
  • Ban Lan Gen (Radix Isatidis)
  • Jin Yin Hua (Flos Lonicerae)
  • Die Hälfte dieser Kräuter findet man in den Sortimentslisten europäischer Lieferanten leider nicht.
  • Varianten dieser Formel können noch eines oder mehrere der folgenden Mittel enthalten:
  • Chuan Xin Lian (Herba Andrographitis)
  • Da Qing Ye (Folium Isatidis)
  • Shan Zhi Ma (Radix Helicteris)
  • Jiu Bi Ying (Cortex Ilicis rotundae)
  • Shan Dou Gen (Radix Sophorae tonkinensis)
  • Mao Dong Qing (Radix Ilicis pubescentis)
  • Qing Hao (Herba Artemisiae annuae)
  • Qiang Huo (Radix Notopterygii)
  • Ma Bian Cao (Herba Verbenae)
  • Ge Gen (Radix Puerariae)

Belamcanda 15

Subhuti Dharmananda empfiehlt, bei einem etwas komplizierteren Verlauf von Schweinegrippe, gekennzeichnet durch stärkere Beschwerden seitens der Lunge (Husten, Auswurf etc.) die Formel Belamcanda 15 zu benützen. Ihre Zusammensetzung ist wie folgt:

  • She Gan (Radix Belamcandae) 8%
  • Yu Xing Cao (Herba Houttuyniae) 8%
  • Shi Shang Bai (Herba Selaginellae doederleinii) 8%
  • Lu Gen (Rhizoma Phragmitis) 7%
  • Xing Ren (Semen Armeniacae amarae) 7%
  • Sang Ye (Folium Mori) 7%
  • Zhu Li (Bambus-Saft) 7%
  • Jie Geng (Radix Platycodi) 7%
  • Bai Bu (Radix Stemonae) 7%
  • Mai Men Dong (Radix Ophiopogonis) 6%
  • Zhe Bei Mu (Bulbus Fritillariae thunbergii) 6%
  • Niu Bang Zi (Fructus Arctii) 6%
  • Bai Qian (Herba Cynanchi stauntonii) 6%
  • Gan Jiang (Rhizoma Zingiberis) 5%
  • Gan Cao (Radix Glyzyrrhizae) 5%

Zhu Li ist hierzulande kaum erhältlich und könnte ersetzt werden durch

  • Gua Lou (Fructus Trichosanthis)
  • Oder durch Tian Zhu Huang (Concretio silicea Bambusae)

Shi Shang Bai ist ebenfalls kaum erhältlich. Ein Ersatz dafür wäre

  • Bei Dou Gen (Rhizoma Menispermi)
  • Oder Shan Dou gen (Radix Sophorae)
  • Oder durch eine Erhöhung der Dosis an Lu Gen oder Yu Xing Cao

Schweinegrippebehandlung in China und Taiwan

China: Beijing:

Im August 09 meldete die staatliche Stelle für TCM in China, dass eine klinische Studie zeigen konnte, dass die Behandlung dieser Krankheit mit Mitteln der TCM erfolgreicher war als mit Tamiflu. Im Ditan-Spital von Beijing wurden 66 Patienten, bei denen das Schweinegrippevirus nachgewiesen wurde mit einer Combination der beiden Formeln Belamcanda & Mahuang Combination (Ma Xing Shi Gan Tang) und Lonicera & Forsythia Combination (Yin Qiao San) behandelt.

In allen Punkten gewann die TCM-Fomel, nämlich:

  • Die Zeit bis zur Konversion der viralen DNS von positiv zu negativ war mit TCM kürzer als mit Tamiflu
  • Die Hospitalisationsdauer war mit TCM kürzer
  • Die Zeit, bis sich das Fieber senkte, war mit TCM kürzer
  • Die Symptome Husten, Halsschmerzen und Auswurf besserten sich mit TCM besser

West China School of Medicine (Sichuan University):

  • Yu Xing Cao (Herba Houttuyniae) 32%
  • Huang Qin (Radix Scutellariae) 23%
  • Ban Lan Gen (Radix Isatidis) 23%
  • Huo Xiang (Herba Agastachis) 16%
  • Gan Cao (Radix Glyzyrrhizae) 6%

Guangzhou University of Chinese Medicine:

  • Pi Pa Ye (Folium Eriobotryae)
  • Ge Gen (Radix Puerariae)
  • Yi Yi Ren (Semen Coicis)
  • Da Qing Ye (Foliium Isatidis)
  • Jin Yin Hua (Flos Lonicerae)

Taiwan:

Dr.Chang Bu Tao ist ein Spezialist aus Taiwan für Shang Han Lun. Er hat seit mehr als 40 Jahren TCM-Erfahrung. Gemäss Dr.Chang handelt es sich bei der Schweinegrippe um eine Krankheit vom Yangming-Typ. Zur Behandlung bieten sich viele Mittel an, wie sie in der Tabelle mit den wirkspezifischen Spektren aufgeführt sind.

Antiviral wirkend:

  • Yin Qiao San (Lonicera & Forsythia Combination)
  • Xiao Chai Hu Tang (Minor Bupleurum Combination)
  • Bai Hu Jia Ren Shen Tang (Ginseng & Gypsum Combination)
  • Jin Yin Hua (Flos Lonicerae)
  • Lian Qiao (Fructus Forsythiae)
  • Chai Hu (Radix Bupleuri)
  • Yu Xing Cao (Herba Houttuyniae)
  • Gegen Durchfall, Magenbeschwerden und Übelkeit:
  • Si Ni San (Bupleurum & Chih-Shih Combination)
  • Ge Gen (Radix Puerariae)
  • Lu Gen (Rhizoma Phragmitis)
  • Shi Hu (Herba Dendrobii) Shen Qu (Massa medicate fermentata)

Fiebersenkend:

  • Sang Bai Pi (Cortex Radicis Mori)
  • Lu Gen (Rhizoma Phragmitis)
  • Xuan Shen (Radix Scrophulariae)

Gegen Halsschmerzen:

  • Niu Bang Zi (Fructus Arctii)
  • Jie Geng (Radix Platycodi)

Dr. Chang’s Formel für Prävention UND Therapie:

Basierend auf der klassischen Formel aus dem Buch Yi Fang Ji Jie schuf Dr. Chang folgendes Rezept:

  • Hei Dou (Semen Glycine) Schwarze Sojabohnen, in chinesischen Lebensmittelläden erhältlich
  • Gan Cao (Radix Glyzyrrhizae)
  • Jin Yin Hua (Flos Lonicerae)
  • Yu Xing Cao (Herba Houttuyniae)
  • Lian Qiao (Fructus Forsythiae
Tabelle Bericht - Schweinegrippe und TCM
Tabelle Bericht - Schweinegrippe und TCM

Spezialformen und Komplikationen der Schweinegrippe

Möglicherweise kann die Schweinegrippe in eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ausarten, wobei entweder die Stirnhöhle, die Kieferhöhlen oder der Sinus ethmoidalis oder mehrere Sinus oder alle befallen sind.

Eine weitere Komplikation ist eine Pneumonie (Lungenentzündung).
Auch eine Mittelohrentzündung kann eine Komplikation sein.
Andere Komplikationen dürften seltener sein.
Schwerere oder gar tödliche Komplikationen kommen zum Glück selten vor.

All diese Komplikationen bedürfen grosser therapeutischer Anstrengungen. Ob sie mit TCM oder in Kombination mit Schulmedizin oder nur mit letzterer oder gar im Spital behandelt werden, mag im individuellen Fall entschieden werden.

Da die Schweinegrippe einen ungeheuren Medienrummel auf sich zieht, dürfte es ratsam sein, sich bei Schwierigkeiten nicht allzu heroisch verhalten zu wollen, denn wenn die Sache entgleitet, kann dies ungemütlich werden und dem Patienten und dem Ansehen der TCM wird geschadet.

Komplikationen treten bei an und für sich harmlosen Erkrankungen, wie die normale Schweinegrippe eine darstellt, dann auf, wenn gemäss TCM ungünstige konstitutionelle oder später erworbene Faktoren vorliegen, auf die das von aussen kommende pathologische Agens trifft. Die TCM kennt zum Beispiel die Begriffe Feuchtigkeit, feuchte Hitze und Schleim. Es gilt also zu entscheiden, ob Pflanzen, die gegen diese Symptome helfen, indiziert sein könnten. Man schaue sich zum Beispiel folgende Formeln an:

San Ren Tang (Triple Nut Combination)

Diese Formel entstammt der Zeit, als man in China mit neuen Krankheiten konfrontiert wurde, die nicht mehr mit dem herkömmlichen Muster der Wind-Kälte-Krankheiten behandelbar waren. Man muss sich bewusst sein, dass die Menschheit seit ihrem Bestehen bzw. mit ihrer Entwicklung es immer wieder mit neuen Krankheiten zu tun bekam. Erinnern wir uns nur an AIDS, eine Krankheit, die ganz neue Angriffsziele hatte und einen Mechanismus aufweist, wie mittels der Theorie der TCM zwar beschrieben werden kann, wie er aber bisher nicht oder kaum anzutreffen war.

San Ren Tang wird klassisch dann verschrieben, wenn Symptome von Kopfschmerzen, Fieber, das gegen Abend höher wird, Schweregefühl im Körper, Kälteschauer/Schüttelfrost, generalisierten Schmerzen, Druck auf der Brust, Appetitlosigkeit, Durstlosigkeit und mitunter ein weisser Zungenbelag angetroffen werden. Klassisch wäre im Gegensatz zu den äusseren Wind-Kälte-Krankheiten ein Puls, der zwar gespannt, aber dünn ist und bei dem man einsinkt.

Die Symptome passen zu einem Geschehen, welches sich nach der Theorie der Wärmekrankheiten auf der Qi-Ebene abspielt.

Die Kräuter dieser Formel klären feuchte Hitze im Qi-Level und sie wandeln Feuchtigkeit im mittleren Erwärmer um, trocknen sie aus und drainieren sie durch den unteren Erwärmer.

Modifikationen dieser Formel und Verwandter entnehme man den Lehrbüchern.

Gan Lu Xiao Du Dan (Forsythia & Acorus Combination = Talc & Scute Combination)

Eine Formel, bei der in etwa die gleichen Symptome wie bei der vorherigen vorhanden sind, aber zusätzlich Durchfall und Übelkeit/Erbrechen vorkommen.

Prävention der Schweinegrippe

Vorbeugen ist besser als heilen!

Die TCM kennt eine grosse Zahl von Pflanzen, die die Immunitätslage verbessern. Solche Immunbooster sind natürlich als Präventivmassnahme gegen Schweinegrippe äusserst sinnvoll, besonders für Personen, die wissen, dass sie von jeder Grippewelle erwischt und beim geringsten Durchzug anfällig auf irgendwelche Erkältungen sind.

Siehe auch oben unter Magistralrezeptur nach Dr. med. Pedro Walter, einem Beispiel einer modernen TCM-Formel.

Klassisch und altbewährt ist die Formel:

Yu Ping Feng San (Jade Screen Combination = Astragalus & Siler Combination)

Ein grosser Kommentar zu dieser allseits gut bekannten Formel erübrigt sich.

In Anlehnung an diese Formel schuf François Ramakers seinerzeit die Formel:

Xin Yu Ping Feng San (New Jade Screen Formula

New Jade Screen Formula wird modernen Anforderungen an die ursprüngliche Jade Screen Formula oft gerechter.

Dabei handelt es sich natürlich um eine Modifikation des klassischen Jade Screen-Rezeptes, dem weitere Kräuter zugefügt wurden, nämlich:

Saposhnikovia (Fang Feng) wird seit langem in Japan durch Glehnia (Bei Sha Shen) ersetzt. Dies ist ein Yin-Tonikum, welches Yin in der Oberfläche stabilisiert. Die japanische und unsere westlichen Gesellschaften sind gekennzeichnet durch eine Hektik, die das Yin konsumiert. Als ein kühles Mittel, das die Oberfläche öffnet, ist es zur Behandlung von Grippe geeignet. Es macht durchaus Sinn, Saposhnikovia und Glehnia in der gleichen Formel zu kombinieren.

Astragalus (Huang Qi) wirkt auf das Wei Qi und Spatholobus (Ji Xue Teng) auf das Ying-Qi, bzw. auf die zelluläre Immunität. Als Paar ergänzen sich die beiden ideal. Wie Angelica sinensis (Dang Gui) ist Spatholobus (Ji Xue Teng) ein das Xue bewegendes und immunstimulierendes Mittel.

Die beiden Atractyloden (die süsse macrocephala und die aromatische lancea) bilden ebenfalls ein ideales Paar.

Auch im Westen wissen wir, dass Lakritze Husten beruhigt, vor allem trockenen Husten. Glycyrrhiza (= Lakritze = Gan Cao) befeuchtet, was hier nichts schadet. Im Bedarfsfall sorgt Atractylodes lancea dafür, dass pathologischer Schleim doch entsorgt wird.

Daher der Vorschlag für immunschwache Personen und andere, die besonders vorsichtig sein wollen:
Die nächsten 100 Tage Xin Yu Ping Feng San nehmen, morgens 3 Gramm, als Pulver oder Tabletten.
Bekanntlich hat François Ramakers jahrelang mit Subuthi Dharmananda zusammengearbeitet und für diesen und mit diesem Formeln entwickelt, die traditionelles TCM-Wissen mit modernen biochemischen Erkenntnissen verbinden.

Dharmananda bietet noch eine andere Variante von Xin Yu Ping Feng San an:
Dem klassischen Jade Screen-Rezept werden folgende Kräuter zugefügt:

  • Glehniae, Radix (Bei Sha Shen)
  • Houttuyniae, Herba (Yu Xing Cao)
  • Centipedae, Herba (E Bu Shi Cao)
  • Glyzyrrhizae, Radix (Gan Cao)

Auch diese Kombination kann sich als sinnvoll erweisen.

Wahlweise gibt es natürlich zu Yu Ping Feng San oder Xin Yu Ping Feng San auch mehrere weitere immunstimulierende Mittel, die im Endeffekt die gleiche Wirkung haben. Eine davon bietet Complemedis AG seit September 09 als Jubiläumsaktion bis Ende 09 an:

Ling Zhi Pian (Ganoderma)

Dieses Mittel besteht ausschliesslich aus Ling Zhi = Reishi = Ganoderma = göttlicher Pilz.

Ganoderma hat in der FU ZHENG GU BEN -Therapie einen legendären Ruf. Fu Zheng heisst in der chinesischen Medizin die Strategie der Immunitätsstärkung. Sie wird bei jeder Immunschwäche gegeben, sogar bei Krebserkrankungen. Das Mittel wurde immer schon als lebensverlängernd beschrieben. Das Spektrum seiner Wirkungen ist gross und wurde durch moderne Forschungen bestätigt. Gennant seien hier nur diejenigen, die im Rahmen unseres Themas von Bedeutung sind:

  • Ganoderma verhindert virale Erkrankungen durch die Stimulierung von Interferon.
  • Es ist bakteriostatisch gegen Staphylo-, Strepto- und Pneumokokken, welche für die tödlichen Komplikationen bei einer Grippe verantwortlich sind.
  • Es stimuliert die Phagozytose von Aminosäuren und Polysacchariden.
  • Es kann das Gedächtnis der T-Zellen verbessern, somit die Produktion von Antikörpern
  • Es hat adaptogene Eigenschaften, hilft also dem Körper, Stresssituationen, wie sie unser Lebensstil häufig produziert, besser ertragen zu können.

Nebst Ganoderma gibt es in der Fu Zheng Gu Ben-Therapie noch weitere Pilze mit ähnlichen Wirkungen und natürlich gibt es diese auch kombiniert in Formeln, wobei nebst den Pilzen auch andere immunstimulierende Pflanzen zur Anwendung kommen:

Dong Chong Xia Cao (Cordyceps)

Cordyceps war bei Complemedis AG bereits Gegenstand der Jubiläumsaktion im Januar 2009 und das Angebot wurde äusserst rege benutzt. Die Aktion dauert noch bis Ende 2009 und auch danach wird es möglich sein, dieses Produkt erstmals in einer Qualität zur Verfügung stellen zu können, bei der auch der Preis erschwinglich ist. Auf der Homepage von Complemedis ist ein interssanter Artikel im Bereich Fachwissen mit vielen Hintergrundinformationen zu diesem Pilz zu lesen.

San Bao Pian (Three Essence Combination)

  • Cordyceps (Dong Chong Xia Cao) 40%
  • Ganoderma (Ling Zhi) 30%
  • Lentinus (Dong Gu) 30%

Wu Bao Pian (Quint-Essence Combination)

  • Cordyceps (Dong Chong Xia Cao) 20%
  • Ganoderma (Ling Zhi) 20%
  • Lentinus (Dong Gu) 20%
  • Polyporus (Zhu Ling) 20%
  • Tremella (Bai Mu Er) 20%

Alle diese Pilze enthaltenden Produkte sind bei Schwäche des Jing und schwacher oder inadäquater Immunantwort indiziert. Es sind die kräftigsten und bedeutsamsten Mittel der FU ZHENG GU BEN - Therapie (Abwehrenergie tonisierend, Jing verankernd). Die Pilze dieser Reihe haben ein breites Wirkspektrum: Sie stärken das Qi, Yin und Yang, bewegen und nähren das Xue und die Säfte Jin Ye. Sie verteilen die Körperbausteine gleichmässig in den drei Erwärmern. Daher wird Ganoderma das Tonikum der fünf Zang- und Fu-Organe genannt.

Ganoderma (Ling Zhi Pian) wird bei Jing Mangel und immunologischer Schwäche gebraucht, wenn gleichzeitig Niere und Herz nicht verbunden sind.

  • Bei grosser Schwäche des Nieren-Yang bei gleichzeitiger Yin-Schwäche der Lunge (z.B. bei chronischen, konsumptiven Krankheiten) wird Cordyceps verabreicht.
  • Bei Jing-Schwäche und schwacher nutritiver Energie (Ying Qi) kommt Three-Essence Combination zum Einsatz.
  • Bei Jing-Schäche mit Yin-Mangel und Erschöpfung der Säfte Jin Ye kann Quint-Essence Combination helfen.

Nebst all diesen nützlichen Mitteln zur Prävention der Schweinegrippe darf eines nicht vergessen werden: Hygienemassnahmen wie Händewaschen und Mundschutz mögen in gewissen Situationen hilfreich sein, aber die besten Massnahmen, sich ein gutes Abwehrsystem aufzubauen, sind genügend Schlaf von guter Qualität, das Vermeiden von Stress und eine vernünftige Ernährung. Wobei die Ansichten, was letztere beinhaltet, sich in Ost und West beträchtlich voneinander unterscheiden und ein langes weiteres Kapitel füllen würden, wollte man im Detail darauf eingehen. Nur vielleicht soviel: milde Speisen, warme und frische Gerichte, wenig Frittiertes, Gebratenes, Gebackenes, wenig Früchte, kaum etwas aus dem Kühlschrank, mitunter weniger Milchprodukte. Was bleibt da zu essen übrig? Erstaunlich viel! Suppen in hundert Varianten, Nudelsuppen mit viel Gemüse und gerne auch mit Fleisch. Man wird glatt vergessen, dass es überhaupt noch etwas anderes gibt, Süssigkeiten und dergleichen.

Schweinegrippe als Wind-Kälte-Krankheit

Oben wurde dargestellt, dass Schweinegrippe sich mehrheitlich mit Hitze-Symptomen zeigt. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie sich auch einmal als reine Wind-Kälte-Attacke präsentiert. Der Vollständigkeit halber seien deshalb auch noch die dafür zuständigen häufigst gebrauchten Formeln genannt.

Pathogene Wind-Kälte steht oft am Anfang einer grippalen Infektion.

Sie dringt gemäss Ansicht der TCM durch offene Stellen am Körper, etwa durch Poren der Haut ein, und trifft auf die oberflächlichen Meridiane, häufig im Bereich Schulter, Nacken, Kopf und das häufigste Symptom sind akute Kopfschmerzen. Man fröstelt und ein heisses Bad zusammen mit einem heissen Tee kann helfen, die Poren zu öffnen und den Wind und die Kälte wieder auszutreiben. Dann geht man zu Bett und deckt sich gut zu, damit man schwitzen kann.

In diesem Stadium eignen sich folgende Mittel:

Chuan Xiong Cha Tiao Wan (Cnidium & Tea Combination)

Diese Formel passt zu Symptomen von Wind-Kälte mit Kopfschmerzen occipital und temporal, Schwindel, Schmerzen Im Nacken-Schulter-Bereich, verstopfte Nase, Frösteln und Fieber.
Die Formel hat ein breites Anwendungsfeld, sie eignet sich sogar für Wind-Hitze-Erkrankungen und für Kopfschmerzen allgemeiner Art, seien diese akut oder chronisch. Selbst bei Migräne kann sie Wirkung haben.

Nebst obiger Formel sind auch folgende in diesem Stadium sehr wohl indiziert:

Xiao Qing Long Tang (Minor Blue Dragon Combination)

Vor allem, wenn Symptome seitens der Lunge deutlich vorhanden sind, zum Beispiel eine asthmatische Bronchitis.

Jing Fang Bai Du San (Schizonepeta & Siler Combination )

Diese Formel behandelt zusätzlich neben Wind-Kälte auch den Aspekt Feuchtigkeit, die sich mit Nackensteife und Schmerzen im Schulterbereich zeigt und auch bei Gliederschmerzen im Allgemeinen.

Ren Shen Bai Du San (Gineng & Mentha Combination)

Ganz ähnliche Symptome wie bei der letzten werden mit dieser Formel behandelt. Das Rezept wurde ursprünglich für Kinder entwickelt. Heute gibt man es auch sonst wie schwachen Patienten, also solchen mit einem Mangel an Qi, also Energiemangel, insbesondere auch Frauen im Wochenbett, die sich eine Grippe vom Wind-Kälte-Typ zugezogen haben.

Ge Gen Tang (Pueraria Combination)

Wind-Kälte vom sog. Taiyang-Stadium eignet sich zur Behandlung mit Ge Gen Tang. Nackenschmerzen sind dabei typisch, aber auch Frühstadien einer Sinusitis.

Diesen Bericht als PDF downloaden:
picture_as_pdf Schweinegrippe und TCM – ein Überblick, 392.61 Kb, 30/11/2009