Analytik & Kompetenz

Seit rund 30 Jahren ermöglicht Complemedis Ärzten und Therapeuten bzw. deren Patientinnen und Patienten die Verwendung von qualitativ hochstehenden Arzneimitteln der chinesischen Medizin, welche auf ihre botanische Identität und Reinheit in einem schweizerischen Labor geprüft sind.

Was aus Sicht der Patienten vorausgesetzt wird, nämlich dass hierzulande eingesetzte Heilmittel von hoher Qualität sein müssten, ist für das Sortiment der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) keine Selbstverständlichkeit. Es bestehen zwar behördliche Vorschriften, doch der Vollzug derselben ist bezüglich TCM lückenhaft. Der Gründe dafür gibt es verschiedene.

TCM-Arzneimittel werden in der Regel individuell verschrieben. Das heisst, dass jedem Patienten eine Kräuterrezeptur auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt verordnet wird. Diese berücksichtigt seine gegenwärtigen Beschwerden, aber auch seine Konstitution. Die ärztliche Verschreibung für solche individuelle Situationen wird Magistralrezeptur genannt. Die Überwachung dieses Aktes untersteht NICHT der schweizerischen Kontrollstelle für Heilmittel Swissmedic, sondern dem Kantonsapotheker. Dementsprechend vielfältig gestaltet sich der Vollzug, denn es gibt 26 Kantone und in einigen fungiert der Kantonsapotheker nur nebenamtlich. Swissmedic hat nur beim Grosshandel (z.Bsp. Belieferung einer Apotheke durch einen Importeur von TCM-Arzneimitteln) etwas zu sagen und allenfalls noch beim Verbieten von Kräutern, die giftige Bestandteile enthalten.

In China wachsen 30‘000 verschiedene Pflanzen und 12‘000 davon werden medizinisch gebraucht. Üblicherweise genügen etwa 500 davon, um TCM ordentlich betreiben zu können. Diese 500 Pflanzen sind in der Schweiz bis vor Einführung der TCM kaum bekannt gewesen. Somit erstaunt es nicht, dass darüber nur wenige Leute Bescheid wissen. Der verschreibende Arzt kennt zwar ihre Wirkung, aber er muss sich auf jemanden verlassen können, der ihm qualitativ gute Ware zur Verfügung stellen kann. Behörden kontrollieren in der Regel Einrichtungen zur Abwicklung der Rezeptur zum Beispiel auf hygienische Standards und Abläufe, die garantieren, dass keine Verwechslungen oder Verfalldatenüberschreitungen stattfinden, aber in der Botanik der TCM-Pflanzen kennen sie sich wenig aus.

Es liegt also zur Hauptsache in der Verantwortung des Importeurs und Distributors für TCM-Arzneimittel, dafür zu sorgen, dass gute Qualität angeboten werden kann. Diese Verantwortung wird von den verschiedenen Anbietern in unterschiedlichem Masse wahrgenommen.

Complemedis setzt seit Anbeginn auf hochwertige Qualität. Den Schlüssel dazu bietet die lückenlose Analyse jeder einzelnen Charge. Zu diesem Zweck hat Complemedis das Analyselabor Phytax ins Leben gerufen und damit beauftragt, Methoden zu entwickeln, die diese Arbeit zu leisten imstande sind.

Chinesische Heilkräuter stammen aus vielen Gegenden Chinas, aus den subtropischen Wäldern im Süden, aus den Hochebenen um den Himalaya, aus den Wüstengebieten im Nordwesten oder aus den Lössebenen der grossen Ströme. Zu wissen, woher die beste Qualität stammen sollte, erfordert grosse Erfahrung. Doch nicht genug damit, denn die Umwelt in China ist durch das rasante Wirtschaftswachstum vielerorts arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Vertrauenswürdige Lieferanten verkaufen Kräuter aus definierten sauberen Anbaugebieten und von Vertragspartnern, welche verantwortungsvoll handeln und nicht wild mit Pestizidcocktails um sich spritzen. Bei Wildsammlungen sollte man wissen, welche Kräuter durch Übernutzung gefährdet sind. Ernte-, Trocknungs- und Verarbeitungsverfahren sollten bekannt sein. Leute von Complemedis reisen regelmässig zu den Händlern und deren Vertragsbauern. Sie besuchen die verarbeitenden Betriebe und inspizieren diese gemäss internationalen Richtlinien. Diese basieren auf Erkenntnissen, welche allenfalls mögliche Mängel schonungslos aufzudecken vermögen. Rigoros wird alles kontrolliert, sogar das Wasser, mit dem die Kräuter abgekocht oder extrahiert werden. Prüfzertifikate werden hinterfragt und nachanalysiert. Mit modernsten Geräten wird gearbeitet: die botanische Identität eines Krautes wird bestimmt, zuerst von Auge, dann mit dem Mikroskop, schliesslich mit weiteren Methoden wie Dünnschichtchromatografie, Massenspektrometrie, Gaschromatografie oder sogar DNA-Analysen. Inhaltsstoffe werden nachgewiesen und nach Notwendigkeit quantifiziert. Die Reinheitsprüfung beinhaltet Analysen auf Schwermetalle, Pestizide, Aflatoxine, mikrobielle Verunreinigungen und weitere Umweltgifte. Das spezialisierte Team von Phytax hat in den letzten 15 Jahren Zehntausende von Proben analysiert, nämlich für Complemedis jede ausgelieferte Charge.

Das Ergebnis der lückenlosen Qualitätsprüfung lässt sich sehen: Complemedis benutzt nur Chargen, welche die Vorgaben der schweizerischen und europäischen Behörden erfüllen. Die Analysenzertifikate, die Phytax ausstellt, sind vor den Behörden der Schweiz und der EU, aber auch USA, Kanada, Japan und weiteren Ländern gültig. Es darf ohne Übertreibung behauptet werden, dass Phytax in der westlichen Welt das Labor ist, welches sich mit TCM-Arzneimitteln am besten auskennt und über die grösste Erfahrung verfügt. Nicht umsonst sind Leute von Phytax von Swissmedic gewählte Mitglieder in Gremien der EU, wo sie an der Etablierung von gültigen Standards zur Kontrolle von Arzneimitteln aus China arbeiten und dort die entscheidenden fachlichen Hinweise dazu geben.

Nicht alle Distributoren wollen oder können sich eine lückenlose Analytik an ihren Produkten leisten. Gewisse Schlupflöcher bestehen, denn wie eingangs berichtet, ist der Vollzug zur Prüfung von TCM-Arzneimitteln in der Schweiz nicht einheitlich. Zu beklagen ist auch der Umstand, dass manchmal Produkte über Auslandadressen oder über das Internet beschafft werden oder dass Ware direkt aus Fernost im Koffer mitgebracht wird. Das kann dem Patienten vielleicht einen finanziellen Vorteil verschaffen, ob es auch seiner Gesundheit dient, ist eine andere Frage. Aus medizinisch ethischer Sicht ist solches Tun eher zweifelhaft. In regelmässigen Abständen liest man immer wieder einmal Presseberichte über TCM-Arzneimittel, welche von mangelhafter Qualität waren, mit Schwermetallen oder Pestiziden belastet (Phytax fand einmal eine Charge Chrysanthemenblüten, die 32 verschiedene Pestizide enthielt), gar mit westlichen Arzneistoffen (Cortison, Sildenafil = Viagra) verschnitten war oder wo geschützte Pflanzen und Tiere verwendet wurden. Das schadet dem Ruf der TCM.

Complemedis ging von Anfang ihrer Geschäftstätigkeit den Weg der Legalität und hat so viel erreicht und es ist den gemeinsamen Anstrengungen von Complemedis und Phytax zu verdanken, dass in der Schweiz TCM-Arzneimitteltherapie bei den pharmazeutischen Kontrollorganen wie Swissmedic und den regionalen Heilmittelkontrollstellen einen offiziellen Status erreicht hat.

TCM kann in vielen Fällen helfen und alleine für sich oder in Kombination mit westlicher Schulmedizin gute Wirkungen erzielen. Alle, die mit TCM arbeiten und Rezepturen verschreiben, können von einer Vielzahl von Fällen berichten, in denen sie ihren Patienten nützen konnten, sie heilten oder ihnen aufwändige und oftmals teure schulmedizinische Therapien oder gar Operationen ersparten. Das Potenzial für TCM ist noch riesig und ein gutes und kontrolliertes Angebot an TCM-Arzneimitteln ist die Voraussetzung dafür, dass dieses umgesetzt werden kann.

Complemedis AG, Leinfeldstrasse 59, CH-4632 Trimbach, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!